Wie Du Projekte, die ins Stocken geraten sind, wieder in Fluss bringen kannst

Projekte in Fluss bringenKennst du das Gefühl, dass du dir etwas von Herzen wünschst, aber es einfach nicht vorwärts zu gehen scheint? Jedesmal, wenn du dich dem Thema oder dem
Wunsch wieder näherst und es ein wenig konkreter werden soll, verschwindet die leichte Vorfreude, das Prickeln und es fühlt sich eher zäh und schwer an, es fließt nicht mehr, sondern wird kompliziert und stockt. Wie wenn dir ein kalter Wind ins Gesicht bläst.

Möchtest du wissen, wieso das immer wieder passiert und wie du deine Wünsche und Projekte auf liebevolle Weise in Fluss bringen kannst?

Mir ging es in der Vergangenheit immer wieder so, dass sich meinen Wünschen, wenn sie konkreter werden sollten und es ans Umsetzen ging, wie unüberwindliche Hindernisse in den Weg gestellt haben …

Ich fühlte mich unsicher, es tauchten Sätze in mir auf wie „du findest ohnehin nicht den richtigen Menschen, der dir bei der Umsetzung hilft“, „das ist viiiiiel zu schwer und kompliziert“ oder „das ist einfach nichts für dich – für andere schon, aber nicht für dich“. Jedes Telefonat, jede Entscheidung war wie ein Hindernis. Die Luft war buchstäblich raus und ich habe das Projekt oder den Wunsch wieder beiseite gelegt … was auf Dauer sehr einschränkend und freudlos ist.

Woran liegt es, dass es manchmal so schwierig erscheint, neues in die Welt zu bringen, ein Projekt zu beginnen und es auch liebevoll zu Ende zu bringen?

Der Moment der Umsetzung, wenn ein Wunsch nach und nach hier auf der Erde ankommen soll, ist eine ähnliche Situation wie bei unserer Geburt, als wir hier auf der Erde angekommen sind. Und wenn es bei unserer Geburt oder in der frühen Kindheit Teile in uns gab, die überfordert waren oder sich alleine oder nicht willkommen gefühlt haben, dann werden genau diese Anteile in uns getriggert, wenn wir heute in einer ähnlichen Situation sind: wenn wir etwas neues auf die Erde kommen lassen wollen: wir fühlen uns allein, nicht willkommen mit unserem Wunsch, überfordert oder hilflos. Wir agieren dann nicht mehr aus unserer Mitte heraus, als erwachsene Person, sondern wir sehen das Projekt und den Weg dahin durch die aufgeschreckten Augen der ganz zarten, sanften (Baby-)Anteile in uns, die eigentlich nur getragen, gehalten und genährt werden wollen, sich aber mit allem weiteren überfordert fühlen.

(Diese Anteile tauchen meist nur dann auf, wenn es darum geht, neues auf die Welt zu bringen, Dinge, die wir bisher noch nicht probiert haben. Solange wir uns auf den gewohnten Wegen bewegen, die wir gut kennen, die wir jahrelang trainiert und ausgebildet haben, fühlen wir uns ja sicher und dann werden diese Anteile auch nicht getriggert.)

Was kannst du tun, um dich auch mit neuen Projekten und Wünschen sicherer zu fühlen, um auch in diesen Situationen wieder aus deiner Mitte heraus zu handeln und dich unterstützt zu fühlen bei der Umsetzung?

  • Du kannst dich (mehr) nach Innen wenden. Den Fokus von der äußeren Umsetzung und dem Tun im Außen auf dein Inneres Empfinden legen. Dazu kannst du dich immer wieder mal bequem zurücklehnen, dich in deinen Körper sinken lassen und deinen Atem dabei weich fließen lassen, einfach so, wie er gerade kommt und geht. Dein Atem ist wie eine Art Webschiffchen, das dich nach und nach auf sanfte Weise immer mehr mit dir und deiner Liebe, deiner Unterstützung verbindet. Dieses langsame in dich Hineinsinken, im Körper ankommen und den Atem fließen lassen, beruhigt nach und nach die hilflosen, einsamen Anteile in dir und ermöglicht es dir wieder, aus deiner Mitte heraus, souverän zu handeln. Vielleicht ist es am Anfang auch hilfreich und angenehm, dich dabei auf liebevolle Weise unterstützen zu lassen. Gemeinsam ist der Weg nach meiner Erfahrung einfacher und freudvoller :).
  • Und gerade wenn es darum geht, Projekte und neue Wünsche in dein Leben kommen zu lassen, ist es hilfreich, dich selbst und deine Projekte mit ganz liebevollen Augen wahrzunehmen. Nicht mit den Augen des uns allen so bekannten, und überall in der Welt verbreiteten, kalten Kritikers, die uns bald wieder zum aufgeben bringen. Sondern dich von deiner unendlich liebevollen „inneren Mama“ unterstützen zu lassen. Einer Mama, die jeden deiner Schritte – auch wenn er dir ganz klein erscheinen mag – mit größter Wertschätzung und tiefer, wohlwollender Liebe anschaut. Wie eine Mama, die sich einfach über jeden Schritt ihres Kindes freut. Egal, wie wackelig die ersten Schritte sein mögen (und wie weit das vermeintliche Ziel noch entfernt liegen mag). Wie wenn ein kleines Kind seiner Mutter mit erwartungsfrohen, glänzenden Augen zum ersten mal einen selbst gemalten Kreis oder einen Strich zeigt: schau mal, was ich wundervolles gemacht habe und die Mama nimmt es einfach nur liebevoll in die Arme …

Die innere, liebevolle Mama sieht, wie wundervoll es ist, dass du dranbleibst, dass du dich traust, dass du immer wieder Mut schöpfst, einen kleinen Schritt weiter zu gehen (und sie lächelt verstehend, wenn du ihr mal wieder sagst, dass du doch alles viel schneller und größer haben wolltest).

– Wenn sich im Laufe eines Projektes wieder einmal tiefe Zweifel und Sinnlosigkeit melden und dich abhalten wollen, dann erinnere dich an diese liebevolle Mama. Lass dich in dich hineinsinken und spüre ihre tiefe, nährende, zutiefst wohlwollende warme, fließende Liebe und atme sie ein. Lass dich von dieser Liebe halten und ermutigen. Du darfst ganz behutsam, Schritt für Schritt weiter gehen und stolz auf dich sein.

Und so wünsche ich dir viel Freude, Dranbleiben und einen ganz liebevollen Blick für all deine wundervollen neuen Wünsche und Projekte in 2015. Und für alle deine Anteile, die im Laufe dieser Projekte auftauchen. Sie wollen dich nicht von deinen Wünschen abhalten, sondern sie tauchen im Laufe deiner Projekte auf, weil sie zu dir zurückkehren wollen und dich wieder vollständiger und lebendiger machen wollen. Sie wollen dein Leben wieder reicher und weiter machen.

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